BineBroehl-Design
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Abmahnwelle Jack Wolfskin gegen "Bastelmuttis"

Seit ich gestern abend bei Frau Mutti gelesen habe, bin ich gelinde gesagt etwas von den Socken und ziemlich geschockt. Dass bloggen in Sachen Abmahnungen gefährlich werden kann, das weiß ich seitdem das Wort "Saro**iMo*r" zu einer nicht ganz billigen Abmahung geführt hat. Seither gibt es viele Markennamen hier nur noch als **** getarnt und ich passe selbst bei meinen Fotos auf, dass nicht irgendeine Marke zufällig dort auftaucht, man weiß ja nie.

Bisher war ich, wie wohl viele Hundebesitzer, ein Großer Wolfskin-Fan. Tatzenlogos (darf ich das nun ausschreiben, denn das Wort "Tatze" haben die sich auch sichern lassen) zieren hier nicht nur Fleecepullover, meine Winterjacke nebst Schal und Handschuhen, nein, nein, auch ein Kissen im Hundekorb, unser Katzenkratzbaum und die Hundeleine sind mit Pfoten verziert. Müssen diese Firmen nun ebenso wie Kleingewerbetreibende Kunsthandwerkerinnen bei DaWanda mit Abmahungen rechnen?

Pfoten unterliegen dem Markenrecht? Dann sollte ich die geplante Pfotenbordüre auf einem Pulli für den Faltentiger wohl besser nicht stricken, und schon gar nicht hier ablichten. Künftig werde ich Tchibos Spuren ganz schnell verwischen, erst recht wenn er mich jetzt im Herbst mit Schlammpfoten anspringt, wer weiß, nicht dass Hundi noch abgemahnt wird. Da auch Katzenpfoten als Wolfsspuren gelten, sollte ich das gleiche auch mit den Fußabdrücken von Jeanny machen.

Hier hängen noch 25 Euro Gutschein jener Firma, was ich mit denen mache weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vieleicht einen Pulli kaufen und das Logo HIERMIT überdecken? Danach jedenfalls ist der Wolfs**nladen für mich Tabu; meine Blacklist von Läden die ich aus irgendwelchen Gründen nicht mehr betrete ist länger geworden.

Und gestern war wieder so ein Tag an dem ich froh war, kein Kleingewerbe mehr zu betreiben. Denn es geht nicht um unzählige E*Hard*-Shirts bei Ebay, die illegal aus dem Ausland dort verkloppt wurden, es geht um Frauen wie meine Leserinnen und mich, die mit hohem Zeitaufwand Kunsthandwerk auf einem Portal für Kleingewerbetreibende verkaufen, oft zu einem Stundenlohn, für den viele sicher nicht arbeiten würden. Es ist ein Fall, der euch genauso wie mich betreffen könnte; man denke an kommende Weihnachtsmärkte, auf denen ja etliche von uns stehen. Man könnte sich fast geschmeichelt fühlen, dass handarbeitende Frauen solch ein "Risiko" für einen Weltkonzern darstellen, wenn es nicht so traurig wäre.

Ich sitze jedenfalls hier und schüttle mit dem Kopf....

Bitte auch hier nachlesen: Klick und Klick

Vielleicht sehr wichtig für alle, die Sockenwolle färben und diese mit Phantasienamen taufen ist im Thread von Dawanda Seite 42 - der Beitrag von stylbruch.

Interessant ist auch, was alles markenrechtlich durch diese Firma geschützt ist - z-B. das Wort "Waschsalon"????? Geht mal gucken beim Patentamt - in die Suchmaske den Namen der Firma eingeben.

Nickname 19.10.2009, 08.12

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Ursel

Dein Eintrag spricht mir aus der Seele.
Wer sich heute im I-Net selbstständig macht, der sollte vorher gut überlegen, ob er Nerven und Zeit genug hat sich mit all dem Schwachsinn auseinander zu setzen, den sich noch viel Schwachsinnigere haben einfallen lassen.

Liebste Grüße
Ursel

vom 19.10.2009, 08.20
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