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Sie strickt, näht ... und nichts wird fertig

Sicher kennt Ihr das auch: Frau fängt etwas an zu stricken, legt es zur Seite und beginnt Neues. Die Nähzeit frisst Strickzeit und hängt man an der Stricknadel vereinsamt die Nähmaschine und frau ärgert sich. Nichts wird fertig, überall angefangene Baustellen.

So geht es mir auch gerade:

  • Ein Katzenhandschuh ist zu 3/4 fertig, es fehlt eigentlich nur noch der Daumen und der zweite Handschuh.
  • Der dicke Pulli hat ein Rückenteil und ruht weil...
  • Kerschi eine Mütze braucht und ich am Freitag einen Wrum aus Wollmeise-Resten begonnen habe.
  • An der Nähmaschine warten Platzdecken darauf gequiltet zu werden und eine Rückseite zu bekommen.

Das hält mich jedoch nicht davon ab, bereits frühlingshafte Stoffe zu ordern und überall neue Muster zu finden. Ich könnte jetzt mal eben so aus dem Handgelenk heraus eine Jacke aus Wollmeisengarn beginnen, einen dünnen Pulli aus Baumwolle und ein Tuch aus Drachenwolle. Nähprojekte gibt es auch genügend, unter anderem einen Hoodie, eine Jogginghose und ein Sweatshirt mit Stickerei.

Völlig verwaist sind die Spinnräder, an die zieht es mich im Moment so wenig dass ich schon überlege sie in den Keller schlafen zu schicken. Das wäre aber dumm, denn erfahrungsgemäß kommt die Spinnlust ganz spontan und dann ist es gut die Gerätschaften griffbereit zu haben denn sonst fange ich gar nicht erst an.

Was macht man gegen diese planlose Startitis? Stricken nach Plan - Montags dies, Dienstags jenes und Mittwochs nähen z.B. ? Oder eines nach dem anderen fertig machen und nicht nach rechts oder links schielen? Oder anfangen auf was frau Lust hat und hoffen, irgendwann wird erfahrungsgemäß alles fertig?

Was mich auch ein wenig ärgert: Die Wollmeise die ich für den Wurm verwende, strickt sich zwar schön, an den Nadelübergängen habe ich jedoch "Leitern". Das kenne ich sonst gar nicht, meine Technik die rechte Spielstricknadel über der linken zu führen und die ersten drei Maschen sehr fest anzuziehen ergibt sonst immer ein hübsch gleichmäßiges Maschenbild. Leider nicht bei diesem Garn und das ist bei einer Mütze recht ärgerlich. Zwei Rundnadeln brachten jetzt zwar Abhilfe, perfekt ist das aber auch nicht. Hat jemand die ultimative Idee? Oder verschwinden die vergrößerten Maschen sogar nach der ersten Wäsche?

Wenn das nämlich immer so ist, denn bekommt die geplante Jacke aus Meisenwolle entgegen meiner sonstigen Vorgehensweise flach gestrickte Ärmel. Unter dem Arm eine große Masche zu haben wäre doch recht ärgerlich und ist ja in diesem Fall ganz easy vermeidbar. Mützen flachstricken ist da schon weniger komfortabel.

Bine 23.01.2017, 17.01

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von stellamaria73

Einen Tipp für deine Übergänge kann ich dir nicht geben, dazu kann ich noch zuwenig gut stricken.Gegen Starteritis, allerdings , daß ich sehr gut Kenn, hilft mir nur ein Plan. Und zwar eins nach dem anderen. Also Quasibelohnung. ...wenn dann...
Aber das hilft nur manchmal...
Liebe Grüße Stella

vom 24.01.2017, 06.23
3. von Barbara

Warum soll es dir anders gehen als mir. Hier fressen die Kostüme der Jungs Strickzeit und Zeugnisse und kranke Kinder und Zahnarzttermine und Gattendienstreisen.

vom 23.01.2017, 18.37
2. von Wollbiene

Motten hatte ich noch nie, aber für Socken ist es gänzlich ungeeignet weil viel zu wenig strapazierfähig. Tücher werden aber schön, Schals auch und so verbrate ich kleinere Mengen halt zu Accessoieres. Aber Du hast Recht, diese Wolle ist total "anders".

:wo:

vom 23.01.2017, 17.11
1. von Susi

Zuviele Hobbies :D :pfeif:
Haben wir doch alle irgendwie, oder?!

Normalerweise sollte sich das Maschenbild normalisieren nach der Wäsche. Da es aber Wollmeise ist (nur die fraßen die Motten bei mir) würde ich nicht drauf wetten, denn das Garn ist generell "anders".

Liebe Grüsse Susi

vom 23.01.2017, 17.08
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